Die Kälteanlage (Kompressoreinheit) ist im Maschinenraum installiert, und die Umgebungsbedingungen müssen eingehalten werden:
1. In der Höhe des Kältemittelverdichters muss ein Freiraum von mindestens 1,5 m, in der Vorder- und Rückseite ein Freiraum von mindestens 0,6 bis 1,5 m und an jeder Wandseite ein Freiraum von mindestens 0,6 m (links und rechts) sowie ein weiterer Freiraum von mindestens 0,6 m vorhanden sein. Der Freiraum darf 0,9 bis 1,2 m nicht überschreiten.
2. Die Umgebungstemperatur sollte nicht unter 10℃ liegen.
3. Bei Installation im Freien müssen Schutzvorrichtungen gegen Wind, Regen und Sonne vorhanden sein. Zudem sind Maßnahmen zur Verhinderung von Korrosion und zur Gewährleistung der elektrischen Isolierung zu treffen. Das Gerät ist von Hochtemperatur-Wärmequellen, brennbaren und explosiven Stoffen sowie explosionsgefährdeten Behältern fernzuhalten.
4. Die Maschine sollte stoßfest und schalldicht sein.

Anforderungen an den Bau von Kälteanlagen:
1. Das Fundament der Kälteanlage (Kompressoreinheit) muss ausreichend tragfähig sein und aus Beton bestehen. Das Fundamentgewicht sollte üblicherweise das Zwei- bis Fünffache des Gewichts der Kompressoreinheit betragen. Bei kleinen und mittelgroßen Anlagen können Kältekompressoren und Motoren zunächst auf einem gemeinsamen Fahrgestell montiert und anschließend auf dem Fundament befestigt werden.
2. Die Kälteanlage (Kompressoreinheit) sollte waagerecht installiert werden. Zur Nivellierung können Nivellier- und Keilplatten mit einer Genauigkeit von mindestens 0,02–0,05 mm/m verwendet werden. Um Vibrationen und Geräusche zu reduzieren, sollten zwischen Maschinenfuß und Fundament stoßdämpfende Elemente wie Gummipuffer, Federn etc. angebracht werden.
3. Der Keilriemen des Kältemittelverdichters muss fluchtend und parallel zur Riemenscheibe des Motors verlaufen und die richtige Riemenspannung aufweisen. Zur Überprüfung kann man die Riemenmitte von Hand andrücken. Ein Riemen mit einer Länge von maximal 100 mm und einer Biegung von etwa 1 mm ist ausreichend.
4. Für die Installation des Kondensators ist eine Luftdruckprüfung mit 176,4 N/cm² erforderlich. Das Kondensatorauslassrohr muss mit einem Gefälle von 1/1000 zum Akkumulator hin geneigt sein. Vor der Installation des Verdampfers ist eine Luftdruckprüfung mit 156,8 N/cm² durchzuführen. Zwischen Verdampfer bzw. Kühlwasserablauf und Bewässerungsbecken und der Fundamentfläche ist eine 50–100 mm dicke Isolierschicht aus Hartholz anzubringen und mit Asphalt zum Korrosionsschutz zu beschichten. Kleinere Kühlhäuser verfügen möglicherweise nicht über eine Flüssigkeitsregulierstation; die Flüssigkeit wird direkt vom Flüssigkeitsspeicher zugeführt. Bei größeren Kühlhäusern, die aus mehreren Kühlräumen bestehen und jeweils mit einem Verdampfer oder Kühlrohr ausgestattet sind, ist eine Flüssigkeitskonditionierungsstation erforderlich. Die Flüssigkeit wird den einzelnen Verdampfern bzw. Kühlrohren über ein Drosselventil zugeführt.
5. Zu den gängigen Verbindungsmethoden für Rohrleitungen gehören Schweißen, Gewindeverbindungen und Flanschverbindungen. Schweißen sollte möglichst immer angewendet werden, außer wenn Gewinde- oder Flanschverbindungen für Installation und Wartung zwingend erforderlich sind. Bei Gewindeverbindungen ist das Gewinde mit Bleiöl oder PTFE-Dichtungsband zu versehen. Bei Flanschverbindungen ist an der Dichtfläche des Flansches ein konvexer und ein konkaver Anschlag anzubringen, der mit einer 1–3 mm dicken Dichtungsmasse verstärkt und beidseitig mit Bleiöl beschichtet wird. Mitteldruck-Asbestgummimatte.
6. Rohrleitungsgefälle: Der horizontale Rohrabschnitt des Ölabscheiders im Abgasrohr des Kältemittelverdichters ist um 0,3 % bis 0,5 % in Richtung des Ölabscheiders geneigt; der Abschnitt vom Ölabscheider zum Kondensationsrohr ist um 0,3 % bis 0,5 % in Richtung des Kondensators geneigt; der horizontale Rohrabschnitt vom Kondensatorausgang, vom Flüssigkeitsrohr zum Hochdruckspeicher, ist um 0,5 % bis 1,0 % in Richtung des Hochdruckspeichers geneigt; der horizontale Rohrabschnitt von der Flüssigkeits-Vorkonditionierungsstation zum Kühlrohr ist um 0,1 % bis 0,3 % in Richtung des Kühlrohrs geneigt; das Kühlrohr zum Gas-Vorkonditionierungsrohr ist um 0,1 % bis 0,3 % in Richtung des Kühlabgasrohrs geneigt; der horizontale Rohrabschnitt des Freon-Saugrohrs ist um 0,1 % bis 0,3 % in Richtung des Kältemittelverdichters geneigt.
7. Bei Rohrbiegungen gilt: Ist der Rohrdurchmesser kleiner als Ф57, muss der Radius der Rohrbiegung mindestens dem Dreifachen des Außendurchmessers entsprechen; ist der Rohrdurchmesser größer als Ф57, muss der Radius mindestens dem 3,5-Fachen des Außendurchmessers entsprechen. Die Rohrverbindungen müssen die thermische Ausdehnung und Kontraktion des Rohrs berücksichtigen. Daher ist bei Niederdruckleitungen über 100 m und Hochdruckleitungen über 50 m an der entsprechenden Stelle ein Teleskopbogen einzusetzen.
8. Die Wandrohr-Halterung sollte mit adiabatischem Hartholz beheizt werden, das Wandrohr sollte mehr als 150 mm von der Wand und das Deckenrohr mehr als 300 mm von der Decke entfernt sein.
Veröffentlichungsdatum: 09.11.2022

