Schraubenkältemaschinen lassen sich anhand ihrer Wärmeabfuhrmethoden in luftgekühlte und wassergekühlte Schraubenkältemaschinen unterteilen. Wassergekühlte Schraubenkältemaschinen nutzen den Wasserkreislauf eines Kühlturms zur Wärmeabfuhr, während luftgekühlte Schraubenkältemaschinen die Wärme mittels Lamellenluft abführen. Im Betrieb können Verunreinigungen auftreten, beispielsweise durch Probleme mit der Wasser- oder Luftqualität oder durch trübes Kältemittel. Diese beeinträchtigen das gesamte Kältesystem und erfordern regelmäßige Reinigung und Wartung.

Wie reinigt man also das Kältesystem einer Schraubenkältemaschine?
1. Wie lässt sich feststellen, dass das Kältesystem der Schraubenkältemaschine gereinigt werden muss?
Zunächst muss geprüft werden, ob sich das Kompressoröl des Schraubenkompressors braun verfärbt hat. Ist dies der Fall, ist das Öl trüb. Anschließend sollte auf verbrannten Geruch und den Widerstand der Motorwicklung im Kompressor geachtet werden. Ist der Widerstand zwischen Wicklung und Gehäuse normal, ist die Isolation in Ordnung. Andernfalls muss das Kompressoröl ausgetauscht und die Kälteanlage gereinigt werden.
An dieser Stelle möchte ich alle daran erinnern: Im Wassersystem des Kaltwassersatzes lagern sich mit der Zeit Verunreinigungen an den Innenwänden der Rohre ab. Bei längerem Betrieb und zu vielen Verunreinigungen kann der Trockenfilter verstopfen und die Kühlleistung des Geräts beeinträchtigt werden. Daher wird empfohlen, den Wärmetauscher alle sechs Monate und das gesamte System jährlich zu reinigen.

2. Was ist vor der Reinigung der Kühlanlage zu beachten?
Zur Reinigung der Rohrleitungen von Kälteanlagen kann ein Reinigungsmittel verwendet werden. Vor der Reinigung muss das Kältemittel abgelassen, der Kompressor ausgebaut und das Kältemittelöl aus den Rohrleitungen abgelassen werden. Für die Reinigung werden zunächst der Kompressor und der Trockenfilter entfernt. Anschließend wird das Kapillarrohr (bzw. das Expansionsventil) vom Verdampfer getrennt. Verdampfer und Kondensator werden mit einem druckfesten Schlauch verbunden. Die Reinigungsanlage wird dann mit einem Schlauch A fest an die Saug- und Druckleitungen des Kompressors angeschlossen. Anschließend werden die verwendeten Komponenten wie Pumpen, Behälter, Filter, Trockner und Ventile gereinigt.

Der Reinigungsprozess läuft wie folgt ab: Zuerst wird das Reinigungsmittel in den Flüssigkeitstank eingespritzt, dann die Pumpe gestartet und der Reinigungsprozess begonnen. Während der Reinigung wird so lange in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung gepumpt, bis das Reinigungsmittel keine Säure mehr aufweist. Bei leichter Verschmutzung reicht eine Zirkulationszeit von etwa einer Stunde. Bei starker Verschmutzung dauert es drei bis vier Stunden. Bei längerer Reinigungsdauer verschmutzen das Reinigungsmittel und der Filter. In diesem Fall müssen Reinigungsmittel und Filter vor dem nächsten Reinigungsvorgang ausgetauscht werden. Nach der Systemreinigung sind Reinigungsmittel und Filter ebenfalls verschmutzt. Das Reinigungsmittel aus dem Flüssigkeitsbehälter muss aus den Flüssigkeitsleitungen zurückgewonnen werden. Anschließend werden die Kältemittelleitungen mit Stickstoff gespült und getrocknet, mit Fluor befüllt und die erforderlichen Inbetriebnahmearbeiten durchgeführt, um den ordnungsgemäßen Betrieb des Kaltwassersatzes sicherzustellen.
Die Leistung der Schraubenkompressoren ist relativ hoch, und es besteht die Wahl zwischen ein- und zweiköpfigen Ausführungen. Der einköpfige Schraubenkompressor verfügt über einen einzelnen Kompressor, dessen Leistung in vier Stufen von 100 % über 75 % und 50 % bis 25 % reguliert werden kann. Der zweiköpfige Schraubenkompressor hingegen besteht aus zwei Kompressoren und verfügt über zwei unabhängige Systeme. Fällt einer der Kompressoren aus oder muss gewartet werden, kann der andere problemlos weiterbetrieben werden, was den Betrieb deutlich vereinfacht.
Veröffentlichungsdatum: 01.02.2023

