Einige grundlegende Schweißtheoriebegriffe, die man bei der Kälteanlagenwartung kennen sollte

1. Schweißen: bezeichnet ein Verarbeitungsverfahren, das durch Erhitzen oder Druck oder beides, mit oder ohne Zusatzwerkstoffe, eine atomare Verbindung von Schweißteilen herstellt.

2. Schweißnaht: bezeichnet den nach dem Schweißen entstehenden Verbindungsbereich.

3. Stumpfstoß: eine Verbindung, bei der die Endflächen zweier Schweißteile relativ parallel verlaufen.

4. Nut: Gemäß den Konstruktions- oder Prozessanforderungen wird an dem zu verschweißenden Teil der Schweißkonstruktion eine Nut mit einer bestimmten geometrischen Form eingebracht.

5. Verstärkungshöhe: Bei der Stumpfnaht die Höhe des Teils des Schweißguts, der die Linie über der Oberfläche der Schweißnahtkante überschreitet.

6. Kristallisation: Unter Kristallisation versteht man den Prozess der Kristallkeimbildung und des Kristallwachstums.

7. Primäre Kristallisation: Nach dem Verlassen der Wärmequelle ändert sich der Zustand des Metalls im Schmelzbad von flüssig zu fest. Dies wird als primäre Kristallisation des Schmelzbades bezeichnet.

8. Sekundärkristallisation: Eine Reihe von Phasenübergangsprozessen, die Hochtemperaturmetalle beim Abkühlen auf Raumtemperatur durchlaufen, wird als Sekundärkristallisation bezeichnet.

9. Passivierungsbehandlung: Um die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl zu verbessern, wird künstlich ein Oxidfilm auf der Oberfläche gebildet.

10. Diffusionsdesoxidation: Beim Sinken der Temperatur diffundiert das ursprünglich im Schmelzbad gelöste Eisenoxid weiter in die Schlacke und reduziert so den Sauerstoffgehalt in der Schweißnaht. Dieses Desoxidationsverfahren wird als Diffusionsdesoxidation bezeichnet.

11. Plastische Verformung: Wenn die äußere Kraft entfernt wird, ist die Verformung, bei der die ursprüngliche Form nicht wiederhergestellt werden kann, eine plastische Verformung.

12. Elastische Verformung: Die Verformung, die die ursprüngliche Form wiederherstellen kann, wenn die äußere Kraft entfernt wird, ist die elastische Verformung.

13. Geschweißte Konstruktion: eine durch Schweißen hergestellte Metallkonstruktion.

14. Prüfung der mechanischen Eigenschaften: eine zerstörende Prüfmethode, um festzustellen, ob die mechanischen Eigenschaften des Schweißguts und der Schweißverbindungen den Konstruktionsanforderungen entsprechen.

15. Zerstörungsfreie Prüfung: bezeichnet die Methode zur Prüfung innerer Mängel von Werkstoffen und Fertigprodukten ohne Beschädigung oder Zerstörung.

16. Lichtbogenschweißen: bezeichnet ein Schweißverfahren, bei dem ein Lichtbogen als Wärmequelle verwendet wird.

17. Unterpulverschweißen: bezeichnet das Verfahren, bei dem der Lichtbogen unter der Flussmittelschicht zum Schweißen brennt.

18. Schutzgasschweißen: bezeichnet das Schweißverfahren, bei dem ein externes Gas als Lichtbogenmedium verwendet wird und das den Lichtbogen und den Schweißbereich schützt.

19. Kohlendioxid-Schutzgasschweißen: ein Schweißverfahren, bei dem Kohlendioxid als Schutzgas verwendet wird; es wird auch als Kohlendioxid-Schweißen oder Zweitschutzgasschweißen bezeichnet.

20. Argon-Lichtbogenschweißen: Gasschweißen mit Argon als Schutzgas.

21. Metall-Argon-Lichtbogenschweißen: Lichtbogenschweißen mit schmelzenden Elektroden.

22. Plasmaschneiden: Ein Schneidverfahren unter Verwendung eines Plasma-Lichtbogens.

23. Kohlebogen-Fugenhobeln: Bei diesem Verfahren wird der zwischen einer Graphit- oder Kohlenstoffelektrode und dem Werkstück erzeugte Lichtbogen genutzt, um das Metall zu schmelzen und es anschließend mit Druckluft abzublasen. Dadurch werden Rillen auf der Metalloberfläche erzeugt.

24. Sprödbruch: Es handelt sich um eine Bruchart, die plötzlich und ohne makroskopische plastische Verformung des Metalls unter einer Spannung weit unterhalb der Streckgrenze auftritt.

25. Normalisieren: Der Stahl wird über die kritische Temperatur Ac3 erhitzt, für eine bestimmte Zeit bei 30–50 °C gehalten und anschließend an der Luft abgekühlt. Dieser Vorgang wird als Normalisieren bezeichnet.

26. Glühen: bezeichnet den Wärmebehandlungsprozess, bei dem der Stahl auf eine geeignete Temperatur erhitzt, für eine bestimmte Zeit gehalten und anschließend langsam abgekühlt wird, um ein Gefüge nahe dem Gleichgewichtszustand zu erhalten.

27. Abschrecken: Ein Wärmebehandlungsverfahren, bei dem Stahl auf eine Temperatur über Ac3 oder Ac1 erhitzt und anschließend nach einer Wärmebehandlung in Wasser oder Öl schnell abgekühlt wird, um ein hochhartes Gefüge zu erhalten.

28. Vollständiges Glühen: bezeichnet den Vorgang, bei dem das Werkstück oberhalb von Ac3 für eine bestimmte Zeit auf 30°C-50°C erhitzt, dann mit der Ofentemperatur langsam auf unter 50°C abgekühlt und anschließend an der Luft abgekühlt wird.

29. Schweißvorrichtungen: Vorrichtungen, die dazu dienen, die Größe des Schweißbauteils sicherzustellen, die Effizienz zu verbessern und Schweißverformungen zu verhindern.

30. Schlackeneinschluss: Schweißschlacke, die nach dem Schweißen in der Schweißnaht verbleibt.

31. Schweißschlacke: feste Schlacke, die nach dem Schweißen die Oberfläche der Schweißnaht bedeckt.

32. Unvollständiger Durchschweißen: Das Phänomen, dass die Wurzel der Verbindung beim Schweißen nicht vollständig durchdrungen wird.

33. Wolfram-Einschluss: Wolframpartikel, die beim Wolfram-Inertgas-Schweißen von der Wolframelektrode in die Schweißnaht gelangen.

34. Porosität: Beim Schweißen können die Blasen im Schmelzbad nach dem Erstarren nicht entweichen und bilden Hohlräume. Spaltöffnungen lassen sich in dichte, wurmförmige und nadelförmige Spaltöffnungen unterteilen.

35. Hinterschneidung: Aufgrund unsachgemäßer Wahl der Schweißparameter oder falscher Betriebsmethoden entstehen Rillen oder Vertiefungen entlang des Grundwerkstoffs an der Schweißnahtkante.

36. Schweißtumor: Beim Schweißvorgang fließt das geschmolzene Metall auf das ungeschmolzene Grundmetall außerhalb der Schweißnaht und bildet einen Metalltumor.

37. Zerstörungsfreie Prüfung: Ein Verfahren zur Erkennung von Fehlern, ohne die Leistungsfähigkeit und Integrität des geprüften Materials oder des fertigen Produkts zu beeinträchtigen.

38. Zerstörungsprüfung: eine Prüfmethode zum Entnehmen von Proben aus Schweißkonstruktionen oder Prüfstücken oder zur Durchführung zerstörender Prüfungen am gesamten Produkt (oder einem simulierten Teil), um dessen verschiedene mechanische Eigenschaften zu überprüfen.

39. Schweißmanipulator: Eine Vorrichtung, die den Schweißkopf oder Schweißbrenner an die zu verschweißende Position bringt und dort hält oder die Schweißmaschine entlang einer vorgegebenen Bahn mit einer ausgewählten Schweißgeschwindigkeit bewegt.

40. Schlackenentfernung: die Leichtigkeit, mit der sich die Schlackenhülle von der Oberfläche der Schweißnaht löst.

41. Herstellbarkeit der Elektrode: bezieht sich auf die Leistungsfähigkeit der Elektrode während des Betriebs, einschließlich Lichtbogenstabilität, Schweißnahtform, Schlackenentfernung und Spritzergröße usw.

42. Wurzelreinigung: Die Reinigung der Schweißwurzel von der Rückseite der Schweißnaht zur Vorbereitung des Rückseitenschweißens wird als Wurzelreinigung bezeichnet.

43. Schweißposition: die räumliche Position der Schweißnaht beim Schmelzschweißen, die durch den Neigungswinkel der Schweißnaht und den Drehwinkel der Schweißnaht dargestellt werden kann, einschließlich Flachschweißen, Vertikalschweißen, Horizontalschweißen und Überkopfschweißen.

44. Positiver Anschluss: Das Schweißstück wird an den Pluspol der Stromversorgung angeschlossen, die Elektrode an den Minuspol der Stromversorgung.

45. Umgekehrte Verdrahtung: Bei dieser Verdrahtungsmethode wird das Schweißgut an den Minuspol der Stromversorgung und die Elektrode an den Pluspol der Stromversorgung angeschlossen.

46. ​​Gleichstrom-Pluspolanschluss: Bei Verwendung eines Gleichstromnetzteils wird das Schweißstück an den Pluspol des Netzteils und der Schweißdraht an den Minuspol des Netzteils angeschlossen.

47. Gleichstrom-Umpolung: Bei Verwendung eines Gleichstromnetzteils wird das Schweißstück an den Minuspol des Netzteils und die Elektrode (oder der Elektrodenleiter) an den Pluspol des Netzteils angeschlossen.

48. Lichtbogensteifigkeit: bezeichnet den Grad, in dem der Lichtbogen unter dem Einfluss von Wärmeschrumpfung und magnetischer Schrumpfung entlang der Elektrodenachse geradlinig verläuft.

49. Statische Lichtbogencharakteristik: Unter der Bedingung eines bestimmten Elektrodenmaterials, Gasmediums und einer bestimmten Lichtbogenlänge wird die Beziehung zwischen Schweißstrom und Lichtbogenspannung im Allgemeinen als Volt-Ampere-Kennlinie bezeichnet, wenn der Lichtbogen stabil brennt.

50. Schmelzbad: Der flüssige Metallteil mit einer bestimmten geometrischen Form, der sich während des Schmelzschweißens unter Einwirkung der Schweißwärmequelle auf dem Schweißgut bildet.

51. Schweißparameter: Beim Schweißen werden verschiedene Parameter ausgewählt, um die Schweißqualität sicherzustellen (z. B. Schweißstrom, Lichtbogenspannung, Schweißgeschwindigkeit, Leitungsenergie usw.).

52. Schweißstrom: der Strom, der während des Schweißvorgangs durch den Schweißstromkreis fließt.

53. Schweißgeschwindigkeit: die Länge der pro Zeiteinheit fertiggestellten Schweißnaht.

54. Verdrehungsverformung: bezeichnet die Verformung, bei der die beiden Enden des Bauteils nach dem Schweißen um die neutrale Achse in entgegengesetzter Richtung verdreht werden.

55. Wellendeformation: bezeichnet die Deformation von Bauteilen, die Wellen ähneln.

56. Winkelverformung: Es handelt sich dabei um eine Verformung, die durch die Ungleichmäßigkeit der Querschrumpfung in Dickenrichtung aufgrund der Asymmetrie des Schweißnahtquerschnitts verursacht wird.

57. Laterale Verformung: Hierbei handelt es sich um das Verformungsphänomen der Schweißnaht aufgrund der seitlichen Schrumpfung des Erwärmungsbereichs.

58. Längsverformung: bezeichnet die Verformung der Schweißnaht aufgrund der Längsschrumpfung des Erwärmungsbereichs.

59. Biegeverformung: bezeichnet die Verformung, bei der sich das Bauteil nach dem Schweißen zur Seite biegt.

60. Rückhaltegrad: bezeichnet einen quantitativen Index zur Messung der Steifigkeit von Schweißverbindungen.

61. Interkristalline Korrosion: bezeichnet ein Korrosionsphänomen, das entlang der Korngrenzen von Metallen auftritt.

62. Wärmebehandlung: der Vorgang, bei dem das Metall auf eine bestimmte Temperatur erhitzt, für eine bestimmte Zeit auf dieser Temperatur gehalten und anschließend mit einer bestimmten Abkühlgeschwindigkeit auf Raumtemperatur abgekühlt wird.

63. Ferrit: Eine feste Lösung aus Eisen und Kohlenstoff in einem kubisch-raumzentrierten Gitter.

64. Heißrisse: Beim Schweißen kühlen die Schweißnaht und das Metall in der Wärmeeinflusszone auf die Hochtemperaturzone nahe der Soliduslinie ab, wodurch Schweißrisse entstehen.

65. Wiedererwärmungsriss: bezeichnet den Riss, der entsteht, wenn die Schweißnaht und die Wärmeeinflusszone erneut erwärmt werden.

66. Schweißriss: Unter der gemeinsamen Einwirkung von Schweißspannung und anderen spröden Faktoren wird die Bindungskraft der Metallatome im lokalen Bereich der Schweißverbindung zerstört, wodurch ein Spalt entsteht, der durch eine neue Grenzfläche erzeugt wird und sich durch einen scharfen Spalt und ein großes Aspektverhältnis auszeichnet.

67. Kraterrisse: thermische Risse, die in Lichtbogenkratern entstehen.

68. Schichtweises Reißen: Beim Schweißen bildet sich entlang der Walzschicht der Stahlplatte im Schweißteil ein leiterartiger Riss.

69. Feste Lösung: Es handelt sich um einen festen Komplex, der durch die gleichmäßige Verteilung einer Substanz in einer anderen Substanz entsteht.

70. Schweißflamme: Bezeichnet allgemein die beim Gasschweißen verwendete Flamme, einschließlich Wasserstoffatomflamme und Plasmaflamme. Bei der Verbrennung von Acetylen in reinem Sauerstoff in brennbaren Gasen wie Acetylen, Wasserstoff und Flüssiggas wird eine große Menge effektiver Wärme freigesetzt, wodurch die Flamme eine hohe Temperatur erreicht. Daher wird heutzutage hauptsächlich die Acetylen-Sauerstoff-Flamme beim Gasschweißen eingesetzt.

71. Spannung: bezeichnet die Kraft, die auf einen Körper pro Flächeneinheit wirkt.

72. Thermische Spannung: bezeichnet die Spannung, die durch eine ungleichmäßige Temperaturverteilung während des Schweißens verursacht wird.

73. Gewebestress: bezeichnet den Stress, der durch Gewebeveränderungen infolge von Temperaturänderungen verursacht wird.

74. Einachsige Spannung: Es handelt sich um eine Spannung, die in der Schweißverbindung nur in eine Richtung auftritt.

75. Zwei-Wege-Beanspruchung: Es handelt sich um eine Beanspruchung, die in einer Ebene in verschiedene Richtungen wirkt.

76. Die zulässige Spannung der Schweißnaht: bezeichnet die maximal zulässige Spannung in der Schweißnaht.

77. Betriebsspannung: Die Betriebsspannung bezeichnet die Spannung, die von der Schweißnaht aufgenommen wird.

78. Spannungskonzentration: bezeichnet die ungleichmäßige Verteilung der Arbeitsspannung in der Schweißverbindung, wobei der maximale Spannungswert höher ist als der durchschnittliche Spannungswert.

79. Innere Spannung: bezeichnet die Spannung, die im elastischen Körper erhalten bleibt, wenn keine äußere Kraft auf ihn einwirkt.

80. Überhitzte Zone: In der Wärmeeinflusszone der Schweißung befindet sich ein Bereich mit überhitztem Gefüge oder deutlich grobkörnigem Material.

81. Überhitztes Gefüge: Beim Schweißen kommt es häufig zu einer lokalen Überhitzung des Grundwerkstoffs in der Nähe der Schmelzlinie. Dies führt zu Kornwachstum und zur Bildung eines spröden Gefüges.

82. Metalle: Bislang wurden in der Natur 107 Elemente entdeckt. Zu den Metallen zählen jene Elemente mit guter elektrischer und thermischer Leitfähigkeit, Brennbarkeit und metallischem Glanz.

83. Zähigkeit: Die Fähigkeit eines Metalls, Stößen und Abwehrkräften zu widerstehen, wird als Zähigkeit bezeichnet.

Versprödung bei 84,475 °C: Bei Ferrit-Austenit-Zweiphasenschweißungen mit einem höheren Ferritanteil (über 15–20 %) verringern sich Plastizität und Zähigkeit nach Erhitzen auf 350–500 °C deutlich; das Material wird spröde. Da die Versprödung bei 475 °C am schnellsten eintritt, wird sie oft als 475-°C-Versprödung bezeichnet.

85. Schmelzbarkeit: Metalle sind bei normaler Temperatur fest und gehen beim Erhitzen auf eine bestimmte Temperatur in den flüssigen Zustand über. Diese Eigenschaft wird als Schmelzbarkeit bezeichnet.

86. Kurzschlussübergang: Der Tropfen am Ende der Elektrode (oder des Drahtes) steht in Kurzschlusskontakt mit dem Schmelzbad und platzt aufgrund der starken Überhitzung und der magnetischen Schrumpfung und geht direkt in das Schmelzbad über.

87. Sprühübergang: Der geschmolzene Tropfen besteht aus feinen Partikeln und gelangt schnell sprühartig durch den Lichtbogenraum in das Schmelzbad.

88. Benetzbarkeit: Beim Hartlöten fließt das Lötmetall durch Kapillarwirkung in den Spalt zwischen den Lötstellen. Die Fähigkeit dieses flüssigen Lötmetalls, in das Holz einzudringen und daran zu haften, wird als Benetzbarkeit bezeichnet.

89. Entmischung: Sie bezeichnet die ungleichmäßige Verteilung der chemischen Komponenten beim Schweißen.

90. Korrosionsbeständigkeit: bezeichnet die Fähigkeit von Metallwerkstoffen, Korrosion durch verschiedene Medien zu widerstehen.

91. Oxidationsbeständigkeit: bezeichnet die Fähigkeit von Metallwerkstoffen, Oxidation zu widerstehen.

92. Wasserstoffversprödung: Das Phänomen, dass Wasserstoff eine starke Verringerung der Plastizität von Stahl verursacht.

93. Nachwärmen: Darunter versteht man die technologische Maßnahme, das Schweißgut unmittelbar nach dem Schweißen als Ganzes oder lokal für eine gewisse Zeit auf 150-200°C zu erwärmen.


Veröffentlichungsdatum: 14. März 2023