Wie desinfiziert und sterilisiert man den Kühlraum?

1. Schwefeldesinfektion: Dies ist die traditionellste Desinfektionsmethode, die seit vielen Jahren angewendet wird. Dabei wird industrieller Schwefel mit Sägemehl vermischt und angezündet. Anschließend wird der Raum 12–24 Stunden lang belüftet. Diese Desinfektionsmethode ist einfach und kostengünstig, hat aber erhebliche Nebenwirkungen. Nach der Desinfektion können saure Substanzen auf Obst- und Gemüselagerregalen, Windfässern und Verdampfern starke Korrosion und Rostbildung verursachen, was die Sicherheit der Anlage beeinträchtigt. Bei fortgesetzter Anwendung dieser Desinfektionsmethode in Kühlhäusern können Regale umkippen, Ammoniak austreten und andere Probleme auftreten, die zu größeren Schäden in den Lagerräumen führen. Daher überwiegt der Nutzen der Schwefeldesinfektion in Kühlhäusern insgesamt.
2. Formaldehyd-Kaliumpermanganat-Methode: Desinfektion mit Formaldehyd und Kaliumpermanganat, anschließend 48 Stunden geschlossen und danach mit Abluft. Diese Methode erzielt ebenfalls eine gute Desinfektionswirkung im Lager, jedoch entstehen durch menschliche Aktivität sehr große Mengen an Gasen. Nach längerer Begasung lassen sich die reizenden Gase nur schwer aus dem Lager entfernen, was sich direkt auf den Transport von Obst und Gemüse ins Lager auswirkt und zeitliche und finanzielle Belastungen verursacht. Eine Verlängerung der Abluftzeit birgt die Gefahr, dass Keime aus dem Lager nach draußen gelangen und die Desinfektion somit unvollständig ist.
3. Ozon-Desinfektion: Ozon besitzt eine starke bakterizide Wirkung und hemmt das Schimmelwachstum. Allerdings sind die Investitionskosten für Ozonanlagen höher als bei anderen Desinfektionsmethoden. Zudem kann die Desinfektion von Rohrleitungen die Schleimhäute der menschlichen Atemwege reizen.
4. UV-Desinfektion: Die Kombination aus UV-Licht und Kühlhausdesinfektion ist eine bessere Methode, da sie nicht nur sterilisiert, sondern auch zusätzlich …Weiter zum Thema Schimmel. Die UV-Desinfektion bietet jedoch keine kontinuierliche Sterilisationsfähigkeit. Trifft das desinfizierte Wasser auf neue Verschmutzungsquellen, wird es erneut kontaminiert. Trübung und Schwebstoffe im Wasser beeinträchtigen die Desinfektionswirkung der UV-Sterilisation erheblich.


Veröffentlichungsdatum: 12. Juli 2024