Was sind die häufigsten Gründe für die geringe Heizleistung von Klimaanlagen?

1. Warum ist der Heizeffekt umso geringer, je kälter das Wetter ist?
Antwort: Der Hauptgrund ist, dass es für die Klimaanlage umso schwieriger ist, Wärme aus der Außenluft aufzunehmen, je kälter das Wetter und je niedriger die Außentemperatur ist, was zu einer relativ geringen Heizleistung führt.

2. Warum wird empfohlen, bei Temperaturen unter -5 Grad andere Heizgeräte zu verwenden?
Antwort: Im Winterbetrieb entzieht die Klimaanlage der Außenluft über den Wärmetauscher des Außengeräts (Kondensator) Wärme und gibt diese über den Wärmetauscher des Innengeräts (Verdampfer) an den Raum ab. Beim Heizen dient der Wärmetauscher des Außengeräts gleichzeitig als Verdampfer. Bei Außentemperaturen unter -5 °C ist die Temperaturdifferenz zwischen Kondensator und Außenluft nahezu null. Dadurch findet kein Wärmeaustausch statt, und die Heizleistung der Klimaanlage ist gering oder sogar nicht vorhanden. In diesem Fall muss die elektrische Zusatzheizfunktion der Klimaanlage aktiviert oder ein anderes Heizgerät verwendet werden.

3. Warum muss die Klimaanlage abtauen?
Antwort: Beim Heizen im Winter ist die Verdampfungstemperatur des Außengeräts (Kondensator) unter Null Grad. Daher kondensiert die durch den Kondensator strömende Außenluft an den Lamellen und bildet Frost, was die Leistung des Kondensators beeinträchtigt. Die Wärmeaustauschfläche und der Luftdurchsatz beeinflussen die Heizleistung der Klimaanlage. Um die Heizleistung zu gewährleisten, ist daher ein Abtauvorgang erforderlich.

4. Woran erkennt man, ob die Heizleistung einer Klimaanlage normal ist?
Antwort: Standard für die Inspektion von Klimaanlagen (Kühlen und Heizen): 15–20 Minuten nach dem Einschalten die Temperatur mit dem Inspektionskopf des Thermometers in einem Abstand von 10–20 mm vom Lufteinlass und -auslass im Innenraum messen. Die Temperaturdifferenz zwischen Lufteinlass und -auslass der leistungsschwächeren Wärmepumpen-Klimaanlage sollte nicht weniger als 15 °C betragen, und die Temperaturdifferenz zwischen Lufteinlass und -auslass der elektrischen Zusatzheizungs-Klimaanlage sollte nicht weniger als 23 °C betragen.

5. Warum kann die Temperatur des Luftauslasses nicht Aufschluss darüber geben, ob ein Problem mit der Maschine vorliegt?
Antwort: Die Temperatur am Luftauslass einer Klimaanlage ist kein geeigneter Indikator für deren einwandfreie Funktion. Die Funktionsprüfung basiert vielmehr auf der Temperaturdifferenz zwischen Lufteinlass und -auslass des Innengeräts im Heizbetrieb. Erreicht diese Differenz den vorgegebenen Standardwert, ist die Klimaanlage in der Regel funktionsfähig.

Die Temperatur am Luftauslass wird von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Abstimmung zwischen Gerät und Umgebung, die Raumtemperatur und andere äußere Einflüsse. Die Leistung und das Luftvolumen des Klimageräts sind hingegen konstant. Die einwandfreie Funktion des Geräts bemisst sich hauptsächlich an seiner Fähigkeit, die Temperatur der durchströmenden Luft zu erhöhen, also an der Temperaturdifferenz zwischen Ein- und Auslass. Ist die Einlasstemperatur hoch, ist auch die Auslasstemperatur hoch; andernfalls ist sie entsprechend niedriger. Es gilt das Prinzip: Ein steigender Wasserstand hebt alle Boote. Daher kann die Auslasstemperatur allein nicht zur Beurteilung der ordnungsgemäßen Heiz- und Kühlleistung eines Geräts herangezogen werden.

 


Veröffentlichungsdatum: 20. Dezember 2022