Bei Kühlhäusern mit einer Länge oder Tiefe von über 50 m ist der Einbau einer Dehnungsfuge erforderlich. Viele große Kühlhäuser verfügen über solche Anlagen. Fehlen Dehnungsfugen im Boden, entstehen großflächige Risse, die das Erscheinungsbild des Kühlhausbodens beeinträchtigen. Werden diese Schäden nicht rechtzeitig behoben, kann das Kühlhaus beschädigt werden. Die Luftdichtung wird beschädigt und das Dämmmaterial feucht, was die Wärmedämmleistung mindert und letztendlich die Lebensdauer des Kühlhauses verkürzt. Probleme wie Verformungen der Fugen sollten nicht unterschätzt werden. Aus diesen Gründen lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:
1. Die Dehnungsfugen von Kühlhäusern lassen sich in drei Typen unterteilen: Dehnungsfugen, Setzungsfugen und seismische Fugen. Bei großen Kühlhäusern kann es aufgrund von Temperaturschwankungen durch die thermische Ausdehnung und Kontraktion des Materials zu Schäden an der Konstruktion kommen. Dies kann Risse in der Außenwand und im Dach verursachen, die die Nutzung beeinträchtigen, oder die Luftdichtung beschädigen, wodurch die Wärmedämmung beeinträchtigt wird. Feuchtigkeitsbedingt verschlechtert sich das Dämmmaterial und reduziert dessen Wärmedämmeigenschaften. Daher sollten Dehnungsfugen je nach Gebäudekonstruktion und verwendetem Material in bestimmten Abständen angeordnet werden. Beispielsweise wird bei Ortbetonrahmenkonstruktionen eine Dehnungsfuge alle 55 m, bei Fertigteilrahmenkonstruktionen eine Dehnungsfuge alle 75 m und bei einer Länge und Tiefe des Kühlhauses von mehr als 50 m eine Dehnungsfuge benötigt.
⒈ Setzfuge
Bei großen Höhenunterschieden zwischen benachbarten Gebäuden oder aufgrund unterschiedlicher Bauweisen sind die Lasten und die Baugrundeigenschaften stark verschieden. Um Schäden am Gebäude durch ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden, müssen Setzungsfugen angelegt werden. Im Bereich der Kältetechnik von Kühlhäusern sollten Setzungsfugen in folgenden Bereichen vorgesehen werden.
(1) Die Verbindungsstelle zwischen Kühlhaus und Halle mit einem großen Lastunterschied.
(2) Die Verbindung verschiedener Struktur- (oder Fundament-)Typen
(3) Wenn die Bodenqualität des Fundaments erheblich abweicht
(4) Die Verbindung eines mehrgeschossigen Kühlhauses mit großem Höhenunterschied mit einem eingeschossigen Gebäude (Gefrierraum, Eislager, Computerraum usw.).
Die Setzungsfuge wird üblicherweise vom Dach bis zum Fundament abgetrennt. Ihre Breite richtet sich nach den geltenden nationalen Normen und beträgt in der Regel 20–30 mm. Die Fuge wird üblicherweise nicht mit Material verfüllt. Wenn die Setzungsfuge mit einer Dehnungsfuge übereinstimmt, kann sie auch als solche verwendet werden.
⒉Seismische Verbindung
Im erdbebengefährdeten Bereich weisen das Hauptkühlhaus und die Nebengebäude aufgrund ihrer unterschiedlichen Strukturen und Steifigkeiten ein unterschiedliches seismisches Verhalten auf. Daher dürfen Kühlhaus und Halle der Rahmenkonstruktion nicht mit den Produktions- oder Wohnräumen des Mischgebäudes verbunden sein. Erdbebenfugen trennen diese Bereiche. Die Breite der Erdbebenfugen muss in jedem Fall mindestens 50 mm betragen und die Fugen müssen frei bleiben. Bei einer Gebäudehöhe von über 10 m erhöht sich die Fugenbreite um 20 mm pro 5 m Gebäudehöhe.
2. Für die Dämmung von Kühlhausböden können in der Regel vorgefertigte Dämmplatten oder extrudierte Kunststoffplatten verwendet werden. Da die Tragfähigkeit des Untergrunds jedoch begrenzt ist, eignet sich diese Methode nur für kleine Kühlhäuser. Bei großen Kühlhäusern kann der Boden aus einer Betonausgleichsschicht, einer SBS-Dichtungsschicht, Dämmplatten aus extrudiertem Kunststoff, Stahlbeton und einem Nachbehandlungsmittel (Schmirgel) bestehen. Diese Methode bietet eine höhere Tragfähigkeit und wird von vielen Anwendern bevorzugt. Die Gestaltung von Kühlhausböden erfolgt in der Regel bedarfsgerecht, um unnötige Anfangsinvestitionen zu vermeiden.
Bodenisolierung für kleine, mittlere und große Kühlhäuser:
Bodenisolierung kleiner Kühlräume
Die Lagerstruktur eines kleinen Kühlhauses wird üblicherweise als Hexaeder bezeichnet. Das heißt, die Oberseite, die Wände und der Boden bestehen aus farbigem Stahlblech/Edelstahl mit einer geeigneten Dicke an Dämmmaterialien wie Polyurethan, da das Be- und Entladen kleiner Kühlhäuser oft manuell und nicht mit Gabelstaplern erfolgt. Ist das Kühlhaus jedoch hoch genug, um Gabelstapler zum Be- und Entladen zu benötigen, empfiehlt es sich, keine Dämmplatten für die Bodenisolierung zu verwenden. In diesem Fall muss der Boden, wie bei mittelgroßen Kühlhäusern, separat isoliert werden.
Bodenisolierung eines mittelgroßen Kühlhauses
Die Lagerstruktur mittelgroßer Kühlhäuser wird oft als Pentaeder bezeichnet. Dabei bestehen die Oberseite und die Wände aus farbigem Stahlblech/Edelstahl mit einer geeigneten Dicke an Dämmstoffen wie Polyurethan. Der Boden muss separat gedämmt werden. Derzeit ist folgendes Verfahren üblich: Als Bodenplatte wird XPS-Extrusionsplatten verlegt, darauf wird eine feuchtigkeits- und dampfdichte SPS-Schicht aufgebracht und anschließend Beton oder Stahlbeton gegossen.
Bodenisolierung eines großen Kühlhauses
Die Bodenisolierung mittelgroßer Kühlhäuser ist komplexer als die kleinerer, und die Isolierung großer Kühlhäuser mit größerer Lagerfläche ist noch aufwendiger. Üblicherweise werden folgende Schritte durchgeführt: Zunächst werden Belüftungsrohre verlegt, um ein Brechen der Erdwärmesonden durch Frost zu verhindern. Anschließend werden XPS-Extrusionsplatten (versetzt verlegt) verlegt. Daraufhin werden ober- und unterhalb der Platten Feuchtigkeitssperren aufgebracht. Danach wird Stahlbeton (in der Regel mindestens 15 cm dick) gegossen und abschließend je nach Bedarf ein Schmirgel- oder Epoxidharzboden aufgebracht. Die Dicke der XPS-Extrusionsplatten richtet sich nach der Lagertemperatur. Beispielsweise benötigt ein Tieftemperatur-Kühlhaus 150–200 mm dicke Platten, während für ein Hochtemperatur-Kühlhaus 100–150 mm dicke Platten ausreichen.
Veröffentlichungsdatum: 10. Januar 2022



